
Das dem deutschen Rechenmeister Adam Ries gewidmete Museum befindet sich in dessen ehemaligen Wohnhaus in der Annaberger Johannisgasse 23, nahe dem Markt.
Dem Besucher des 1984 eröffneten Museums werden alle wesentlichen Aspekte zu Leben und Werk von Adam Ries vermittelt. Eingegangen wird besonders auf seine Rolle als deutscher Rechenmeister. Würdigung findet er aber ebenso als sächsischer Bergbeamter und als "wiederentdeckter" Cossist (Algebraiker). Darüber hinaus sind Informationen über die "Brotordnungen" zu erhalten, die Adam Ries zwischen 1533 und 1557 u. a. für Annaberg, Zwickau, Hof und Leipzig schuf.
Desweiteren wird der Besucher in die wechselvolle Geschichte der alten Maße und Gewichte in Sachsen eingeführt, die Adam Ries in seiner Eigenschaft als Visierer in ihrer Entwicklung und Handhabung zu beeinflussen versuchte.
Das zeitgenössische Verfahren des "Rechnens auf der Linien", die Darstellung des Umgangs mit römischen Ziffern auf dem Abacus, bildet für den Besucher den Höhepunkt beim Rundgang durch das "Adam-Ries-Museum".
Geöffnet ist das Museum außer montags von 10:00 bis 17:00 Uhr.
Im Vorfeld des 500. Geburtstages von Adam Ries wurde am 3.10.1991 in Annaberg-Buchholz der ADAM-RIES-Bund e. V. gegründet. Er setzte sich zum Ziel, das Schaffen des Rechenmeisters als nationales kulturelles Erbe zu bewahren.
Wenn Sie mehr über den ADAM-RIES-Bund e. V. erfahren wollen, klicken Sie hier!
