Adam Riesdeutscher Rechenmeister

Adam Ries
Bildquelle: Adam-Ries-Museum

Adam Ries wurde 1492 in Staffelstein in Oberfranken geboren.

Bereits 1517 wurde er das erste Mal urkundlich erwähnt. Während seines Aufenthaltes in Erfurt in den Jahren 1518 - 22/23 lernte er den aus Annaberg stammenden Arzt und Universitätsgelehrten Georg Stortz kennen. Sein erstes Rechenbuch "Rechnung auff der Linihen" wurde 1518 gedruckt. Vier Jahre später erschien sein zweites Rechenbuch "Rechenung auff der Linien vnnd Federn". Kurz darauf begann er mit den Arbeiten an der "Coß", einer früheren Form der Algebra.

Als Ries 1523 nach Annaberg übersiedelte, war Annaberg ein bedeutendes Bergbauzentrum und mit rund 12000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Sachsens. 1524 wurde er Rezeßschreiber im Bergamt Annaberg. In diesem Jahr schloss er auch die erste Fassung der "Coß" ab. Ries erwarb ein Haus in der Johannisgasse (seit 1984 Museum), leistete den Annaberger Bürgereid und heiratete, außerdem richtete er eine Rechenschule ein. So fungierte Adam Ries ab 1532 als Annaberger Gegenschreiber, wirkte daneben zeitweise als Rezeßschreiber für Marienberg und Zehntner im Bergamt Geyer und wurde schließlich 1539 zum "Churfürstlich Sächsischen Hofarithmeticus" berufen.

Städten wie Annaberg, Zwickau, Hof, Leipzig oder Joachimsthal verschaffte Adam Ries zwischen 1533 und 1559 durch seine Brotordnungen eindeutige Richtlinien im Umgang mit Brot und Brötchen, die weit über die Zeit hinauswirkten. 1539 kaufte er das "Vorwerck bey der wisen", die Riesenburg. Von 1544 bis 1550 arbeitete er an der zweiten Fassung der "Coß". Endgültig berühmt und populär wurde er durch sein Rechenbuch "Rechnung nach der lenge", das 1550 in erster Auflage in Druck ging.

Am 30. März 1559 starb Adam Ries in Annaberg.

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