Arthur Schramm
Heimatdichter und ...

Arthur Schramm
Bildquelle: Adam-Ries-Museum

Arthur Schramm - ein echt "Annaberger Original" - wurde am 30. Mai 1895 geboren.

Er absolvierte eine kaufmännische Lehre in der Städtischen Höheren Handelslehranstalt und arbeitete nach Kriegsende bis 1927 als Kaufmann in seiner Posamenten-Materialien-Handlung.

Später war Schramm als Erfinder tätig. So besaß er z. B. für seinen Zeppelin-Fliegenfänger, den MIRAMM-Kaffeefilter, den Rasierklingenreiniger und die Säuferliste ein Reichspatent.

Kennzeichnend für Arthur Schramm sind jedoch seine Dichtungen. Sprüche wie,

Der Fichtelberg ist steil:
Ski heil!
Der Keilberg ist steiler:
Ski heiler!
  Im Wald, da steht ein Ofenrohr.
Stellt euch mal die Hitze vor!
     
  Hüb'n e Baam, drüb'n e Baam
Mittendrin e Zwischenraam,
Links e Bach.
Ach!
 

machten ihn weit im Umkreis bekannt.

Natürlich waren nicht alle seine Gedichte so ungewöhnlich. Doch seine Eigenwilligkeit als Mensch spiegelte sich schon in ihnen wider, sie zeugten von seiner einmaligen Art.

Bezeichnend auch sein Spitzname: "Kleenes Getuh". Doch wehe dem, der ihn so nannte. Eine Schimpfkanonade prasselte auf denjenigen nieder, und vor seinem Stock galt es sich in Acht zu nehmen.

Literarisches Schaffen kennzeichnete sein ganzes Leben. Als unfreiwillig komisch wurden seine Werke oft belächelt, doch er selbst ließ sich trotz fehlender Anerkennung vom Dichten nicht abbringen. Das "Pöhlbarglied" und ein Gedicht zur 450-Jahrfeier von Annaberg mit dem Titel "Mei Annaberg, Glück auf!" zählen zu seinen bekanntesten Werken, die er als Mitglied des Zirkels "Schreibender Arbeiter" nach 1945 schrieb.

Nach einem fast 100-jährigen Leben starb er 1994.

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