Barbara Uthmann
Bauunternehmerin,...

Uthmann
Bildquelle: Adam-Ries-Museum

 

Barbaras Großvater
Johann vom Elterlein stammte aus Elterlein, wo er erfolgreich Bergbau auf Silber betrieb. Nach dem Bau der ersten Häuser am Fuße des Pöhlbergs, wechselte er seinen Wohnsitz und baute ein Haus auf der Klostergasse. Auch in der Neustadt betrieb er Bergbau. Johann vom Elterlein übte fünf Jahre lang das Richteramt aus. Als er starb, hinterließ er seiner Familie ein beträchtliches Vermögen.

Barbaras Vater
Heinrich vom Elterlein verwaltete und vermehrte mit viel Geschick das vererbte Vermögen. Neben dem Bergbau kaufte und verkaufte er gewinnbringend Häuser in Annaberg. 1526 wurde er von Herzog Georg als Zehntner berufen. 1533 wurde er aus dem Amt entsetzt. Als er kurz vor seinem Tod 1539 in das gekaufte Haus in der Klostergasse umzieht, weiß er seine Familie in gesicherten finanziellen Verhältnissen.

Barbara Uthmann wurde um 1514 geboren. 1529 heiratete sie den 7 Jahre älteren Christoph Uthmann. Beide zogen 1531 in das vom Vater gekaufte Haus auf der Museumsgasse. Christoph war an der ertragreichsten Grube des Annaberger Reviers, Himmlisch Heer, als bauender Gewerke beteiligt. Als er 1553 starb, beschlossen Barbara und ihre Söhne die Unternehmen weiterzuführen. Sie bekam für insgesamt 12 Jahre das Kupfermonopol. Die Saigerhütte in Grünthal erwirtschaftete reichen Gewinn. Mit dem Zwangsverkauf der Hütte endeten 13 erfolgreiche Jahre.

Etwa zur gleichen Zeit, zu der Barbara die Kupferhütte erbte, baute sie sich eine umfangreiche Verlagsproduktion von Borten auf. Das Unternehmen florierte gut, bis sich durch den Rückgang des Bergbaus eine Notlage in der Bevölkerung einstellte.

Hat nun Barbara Uthmann das Klöppeln erfunden oder wenigstens in Annaberg eingeführt? Auf Grund von Gutachten Annaberger Frauen und der Chronik von Paulus Jenisius muss dies verneint werden. Der Pastor Christian Lehmann bringt sie zuerst mit Spitzen in Verbindung. Die Behauptung, dass Barbara das Klöppeln eingeführt oder gar erfunden habe, stellen heute immer wieder Menschen auf, die davon überzeugt sind.

1565 kaufte Barbara ein Haus auf der Großen Kirchgasse. Als sie am 15. Januar 1575 starb, wurde sie mit großen Ehren auf dem Annaberger Friedhof beigesetzt.

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